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Engineering im Umbruch

Engieering ist zu einem bedeutenden Teil der gesamten Wertschöpfung geworden. Wenn etablierte Wertschöpfungprozesse sich verändern, betrifft das auch die Rolle des Engineerings. Nur wenn die Änderung als Chance gesehen wird, ist dieser Wandel erfolgreich machbar.

Gepostet am: 24.10.2018

Was mit Steinwerkzeugen begann, ist zu einem hochtechnisierten Geschäft geworden. Die Rede ist von der Herstellung von Gebrauchsgegenständen. Ein Heerschar von Unternehmen weltweit beschäftigt sich mit der Herstellung von Produkten für jeden erdenklichen Verwendungszweck. Heute ist ein komplexer Konstruktionsprozess dem Herstellungsprozess vorgelagert. Er ist mittlerweile Teil der gesamten Wertschöpfung geworden. Deren ständige Verbesserung ist ein sehr wichtiges Ziel eines jeden Unternehmens.  Die Frage ist bloß: was kann die Konstruktion dazu beitragen?

Wertschöpfung kann beispielweise durch höhere Effizienz erreicht werden. Der erste Schritt in diese Richtung wurde bereits in den 90er Jahren gemacht, als die Digitalisierung der Pläne vollzogen wurde.

Die gleichzeitig ansetzende Globalisierung erzeugte zudem zusätzlichen Preis- und Zeitdruck und steigenden Qualitätsanforderungen. Gegen der Jahrtausendwende wurden die einst eigenständige Planungsdisziplinen, wie Mechanik, Elektrik und Software immer stärker auf die Daten voneinander angewiesen.  Der mechatronische Gedanke war geboren, als nächster logischer Schritt. Aus der Idee entstand der viel versprechende Ansatz zum funktionalen Engineering, dem der Durchbruch aber bis heute nicht gelungen ist. Über die Gründe lässt sich trefflich diskutieren, ein Mangel an geeigneten Planungstools gehört aber ebenso dazu wie der fehlende Konsens darüber, wie funktionales Engineering in der Praxis anzuwenden ist.

Mechatronik findet zwar in den Komponenten der Automatisierungstechnik immer mehr Anwendung, der Konstruktionsprozess selbst hat sich aber kaum verändert.  Der wirtschaftlichen Globalisierung hat sich in diesem Jahrzehnt die Digitalisierung zugesellt. Durch die Verheißungen von Industrie 4.0 (IoT) geraten immer mehr Unternehmen in Zugzwang, denn der Preisdruck im Wettbewerb drückt auf die Marge, die steigende Individualisierung verlangt immer kürzere Innovationszyklen und die voranschreitende Digitalisierung verändert massiv die etablierten Wertschöpfungsprozesse. Viele Unternehmen erkennen, dass es sich was ändern muss. Doch wie werden Veränderungen in einem ohnehin komplexen technischen Prozess, wie Engineering bewerkstelligt?