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Rolle der Konstruktion

Der Bildschirm, an dem dieser Text gerade gelesen wird, der Tisch auf dem der Bildschirm steht oder die Hand, indem er liegt, sind für denselben Zweck konstruiert worden: um gebraucht zu werden. Produkte erfüllen diesen Zweck sehr unterschiedlich. Doch was macht den Unterschied aus?

Gepostet am: 10.10.2018

Es gibt kaum etwas um uns herum, das auf irgendeiner Weise nicht konstruiert wäre. Der Stuhl an dem wir sitzen, der Bildschirm, an dem dieser Text gerade gelesen wird, der Tisch auf dem der Bildschirm steht - oder eben die Hand, indem er liegt. Sie alle sind für denselben Zweck konstruiert worden: um gebraucht zu werden. Manche erfüllen diesen Zweck hervorragend, andere weniger gut und einige überhaupt nicht. Doch was macht den Unterschied aus? Ist es der Nutzwert des Produkts, seine Qualität, sein Aussehen oder seine Handhabung?

Die Antwort ist nicht immer leicht, weil meistens mehrere Faktoren eine Rolle spielen - von subjektiven Aspekten mal ganz abgesehen. Oft geben aber die subjektiven Faktoren die entscheidende Note, denn die Bewertung, ob etwas gut oder schlecht ist, liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Der Verbraucher, Benutzer oder Kunde höchstpersönlich bildet ja seine eigene Meinung darüber, ob das Produkt ihm zusagt oder eben nicht.

Die eigentliche Frage ist also: welche Eigenschaften des Produkt erzeugen den maßgeblichen Effekt in der Urteilsbildung?

In Wahrheit ist es völlig egal, welche Eigenschaft es ist, denn sie wird entweder im Fertigungsprozess oder während seiner Konstruktion geprägt. Welche von beiden den größeren Einfluss hat, ist schwer zu sagen. Eine noch so perfekte Fertigung kann den Fehler der Produktkonstruktion nicht wettmachen und andersherum, eine fehlerhafte Produktion wird nie zum perfekten Produkt führen. Zur ganzen Wahrheit gehört, dass auch der Fertigungsprozess konstruiert werden muss. Schließlich bleibt also die Konstruktion, besser gesagt der Konstruktionsprozess, als einziger, wirklich ausschlaggebender Faktor übrig.